SparkCognition DeepArmor vs. Backdoors

Dass SparkCognition DeepArmor auch bei der Erkennung von Backdoors gute Leistungen zeigt, dürfte keine allzu große Überraschung sein. Um dies anhand eines praxisnahen Beispiels unter Beweis zu stellen, habe ich fünf Backdoors mit phantom-evasion erstellt. Mit Hilfe von phantom-evasion ist es möglich, payloads bzw. backdoors zu erstellen, die von einem Großteil der traditionellen AV-Scanner nicht erkannt werden. Gelingt es einem Angreifer, unerkannt in einem Unternehmen damit auf Endgeräten die Kontrolle zu übernehmen, ist es bis zum Data Breach (Datenabfluss) nicht mehr weit, was angesichts der ab 25. Mai 2018 EU-weit gültigen DSGVO (Datenschutzgrundverordnung/GDPR) extrem teuer werden kann, da in nicht gemeldeten Fällen von Datenabfluss an die zuständige Aufsichtsbehörde Bußgelder in Höhe von bis zu 4% des Jahresumsatzes eines Unternehmens verhängt werden können.

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Zurück zum Thema. phantom-evasion habe ich als Beispiel dafür ausgewählt, wie traditionelle signaturbasierte Virenscanner bei der Erkennung und der Abwehr von aktuellen Bedrohungen immer mehr ins Hintertreffen geraten. Um die Leistungsfähigkeit von SparkCognition DeepArmor unter Beweis zu stellen, habe ich fünf Samples mit phantom-evasion erstellt und diese ebenfalls mit einem second opinion scanner (EMSISOFT EEK) und VirusTotal gegengeprüft. Die Ergebnisse sind in den folgenden Screenshots zu sehen, vorab möchte ich sie wie folgt zusammenfassen:

  • EMSISOFT EEK hat bei einem signaturbasierten Scan keines der Samples erkannt
  • VirusTotal bzw. die Scan Engines scheinen auch keines der Samples erkannt zu haben
  • DeepArmor hat alle Samples mit einer Wahrscheinlichkeit zwischen 63% und 90% erkannt, und zwar ausschließlich auf Basis von künstlicher Intelligenz (AI)

Die Wahrscheinlichkeit, dass es durch eine eingeschleuste Backdoor auf einem Endgerät in einem Unternehmensnetzwerk zum Datenabfluss kommen kann, ist heutzutage realer denn je. Dies gilt natürlich auch für kleine und mittelständische Unternehmen.

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Sie sind an DeepArmor interessiert? Verwenden Sie das Kontaktformular oder senden uns eine E-Mail an info AT deeparmor.de, um mehr über DeepArmor und wirkungsvollen Schutz für Ihre Endgeräte im Unternehmen zu erfahren.

MSITC FFRI Yarai vs. Ransomware samples

 

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www.msitc.eu

www.securedsector.com

FFRI Yarai Ransomware test

You can find more details on FFRI web site. I would like to abbreviate it at this point:
•    Yarai has five core protection engines (ZDP engine against 0-day vulnerabilities in applications, static analysis, sandbox, HIPS and machine learning) and hybrid security approach provides in-depth endpoint defense
•    Yarai doesn´t use signatures like legacy AV applications do
•    Yarai works completely offline and doesn´t need an internet connection

Read more about Yarai here: https://www.ffri.jp/en/products/yarai.htm

Blog post in German about Yarai: https://www.securedsector.com/ffri-yarai-next-generation-endpoint-protection-mit-fnf-engines-und-verhaltenserkennung/

 

Goal of this test:
–    To prove yarai’s performance capability
–    To prove the efficiency of yarai in offline operation

 

Notes:
–    Yarai works behavior-oriented. For the test that means that malware is not always detected by static analysis engine but by one of the other engines (sandbox, HIPS or machine learning) at runtime
–    While most legacy AV applications rely on their cloud intelligence and fail in many cases regarding detection of 0-day malware or new ransomware samples when they work in offline mode, Yarai is designed to work offline and doesn´t therefore need internet access
–    Windows Defender is turned off, although it can be activated to run along with Yarai to achieve a maximum protection level

 

Test methodology:
1.    All samples have been downloaded from testmyav.com (50 samples) and from any.run (single ransomware samples)

2.    Virtual network adapter was disabled to make sure that Yarai has no internet connection and works fully in offline mode

3.    Samples have been extracted from archives to check whether they are being detected by static analysis engine during on-access scan. As mentioned before, static analysis can detect many malware variations but not all. To test whether the other engines were able to detect and block all threats the samples have been executed either manually or via command line

FFRI yarai: Next-Generation Endpoint Protection mit fünf Engines und Verhaltenserkennung

Ich bin vor kurzem auf eine weitere AV-Lösung aufmerksam geworden, die sich deutlich von dem unterscheidet, was heutzutage unter dem Label “Next-Generation” angeboten wird. Die Rede ist von FFRI yarai, einer Software, die aus Japan stammt. Da man zu yarai kaum Tests oder Reviews (und schon gar nicht auf englisch!) findet, bin ich neugierig geworden. Zunächst war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch, ob das Produkt denn tatsächlich so effektiv funktionieren würde, wie es vom Hersteller vermarktet wird – und ja, diese Frage kann ich bereits an dieser Stelle mit einem klaren “es funktioniert hervorragend” beantworten. In Japan gehört FFRI yarai zu den führenden Anbietern von Next-Generation-Lösungen im Endpoint Protection-Bereich und hat auch schon einige bemerkenswerte Auszeichnungen erhalten. Ich erspare mir an dieser Stelle die Aufzählung, eine detaillierte Auflistung sowie Whitepaper findet man auf der Website von FFRI. FFRI yarai gibt es als Enterprise-Version mit zentraler Management-Konsole, die on-premise oder in der Cloud betrieben werden kann, und als Version für den SOHO-Bereich.

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Was FFRI yarai aus meiner Sicht interessant macht, ist die Tatsache, dass diese Next-Generation-Lösung vollständig signaturenlos arbeitet und dafür fünf unterschiedliche Engines zur Erkennung von Malware oder Exploits verwendet, die alle verhaltensbasiert arbeiten. Da gibt es zum einen die sog. ZDP Engine, die das Ausnutzen von Schwachstellen in Software auf der Applikationsebene verhindern soll. Darüber hinaus gibt es eine Sandbox, die ein virtuelles Windows nachbildet, ein HIPS, statische Analyse von Dateien sowie natürlich machine learning. Die Kombination dieser fünf Methoden ermöglicht precognitive defense, d.h. Bedrohungen werden bereits vor Ausführung erkannt und geblockt.

Nachdem ich FFRI kontaktiert hatte, bin ich nun im Besitzer einer Evaluationsversion von yarai, die 30 Tage lang läuft. Natürlich ist die Software auch in englisch verfügbar, sonst hätte ich mir mit japanisch etwas schwer getan…Meine bisherigen Erfahrungen möchte ich in einem gesonderten Produktreview detaillierter zu Papier bringen, deshalb berichte ich an dieser Stelle nur kurz über das, was ich bislang bereits testen konnte:

  • Aktuelle Ransomware-Samples werden bereits von der Static Analysis Engine erkannt. Die Erkennung geht sehr flott vonstatten und die CPU-Auslastung bewegt sich dabei in einem normalen Rahmen. Die Ressourcenauslastung ist bei traditioneller AV-Software deutlich höher.
  • Yarai funktioniert auch offline problemlos. Es ist keine Internet-Verbindung notwendig, um beispielsweise Samples in eine Cloud hochzuladen – die komplette Anwendungslogik ist im Agent auf dem Endgerät untergebracht
  • Aktuell teste ich noch verschiedene 0-day samples, fileless malware, ransomware sowie mein eigenes MSITC sample set, das hauptsächlich aus Backdoors besteht, die ich mit diversen Frameworks erzeugt habe

Natürlich ist es für ein vollständiges Fazit noch zu früh, aber was ich bislang gesehen habe, ist sehr vielversprechend.

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Kurzvorstellung: Webroot SecureAnywhere, Teil 1

In letzter Zeit bin ich häufiger über Webroot SecureAnywhere gestolpert, und da ich es bislang eher als Vertreter der Kategorie Legacy AV/signaturbasierter AV-Scanner auf dem Radar hatte, habe ich diesem Produkt ehrlich gesagt keine große Bedeutung beigemessen, da mein Schwerpunkt auf signaturenloser Next Generation AV-Software wie SparkCognition DeepArmor liegt. Nachdem ich mich allerdings in das Funktionsprinzip von Webroot SecureAnywhere eingelesen hatte, ist mein Interesse nun doch erwacht, denn Webroot SecureAnywhere (oder abgekürzt WSA) bietet einige interessante Merkmale, die ich so von anderen Anti-Malware-Produkten nicht kenne.

Um mir selbst ein Bild von WSA zu machen, habe ich eine virtuelle Maschine damit bestückt und die große Malwareschatzkiste geöffnet, um zu sehen, wie gut Webroot SecureAnywhere damit umgehen kann.

Einführung

Nun, um der Wahrheit die Ehre zu geben, sind aus meiner Sicht Dinge wie Phishing-Schutz oder ein Webfilter, der vor dem Besuch von infizierten Webseiten schützen soll, kein Alleinstellungsmerkmal mehr und für mich persönlich auch unwichtig. Damit möchte ich diese sicher nicht unwichtigen Funktionen keinesfalls in Abrede stellen, denn der “normale” Anwender ist eben in der Regel nun mal kein IT Security-Experte, der in der Lage ist, diese Art von Bedrohungen im Schlaf zu erkennen. Ich für meinen Teil lege allerdings mehr Wert auf die Erkennung von Malware jeglicher Coleur, um im privaten Bereich und im geschäftlichen Bereich ein Höchstmaß an Endgerätesicherheit zu erzielen. Dazu gehört für mich Ransomware als größter Bedrohungsfaktor, dicht gefolgt von Banking-Trojanern oder sehr gut getarnter Malware, die von konventionellen Virenscannern nicht erkannt und geblockt werden.

Ich erspare mir an dieser Stelle eine vollständige Aufzählung aller Produktmerkmale und Features und verweise stattdessen auf die Übersicht auf der deutschen Webroot-Homepage. Das dort gesagte gilt mehr oder weniger auch für die Homeversion von Webroot SecureAnywhere für Privatkunden.

Was ist Webroot SecureAnywhere und wie unterscheidet es sich von anderen AV-Produkten?

Hier möchte ich direkt auf den Punkt kommen und die wesentlichen Merkmale erwähnen, die WSA aus meiner Sicht ziemlich interessant machen und in denen sich SecureAnywhere von Mitwerberprodukten unterscheidet:

  • Webroot SecureAnywhere kommt ohne Signaturen aus und greift auf einen Mix aus Verhaltensanalyse (Behavior Analysis), aktuellen Bedrohungsdaten in Echtzeit aus der Cloud (Webroot Intelligence Network) sowie machine learning zurück
  • Der SecureAnywhere Agent ist im Vergleich mit anderer AV-Software ein echter Winzling, was sich in der Größe des Agents (nur 750 KB!) und dem geringen Ressourcenverbrauch niederschlägt
  • Für den Fall, dass Ransomware tatsächlich einmal nicht erkannt werden sollte, steht eine Rollback-Funktion zur Verfügung, die verschlüsselte Dateien in den Ursprungszustand versetzen kann (Journaling)

Was WSA sonst noch zu bieten hat, kann hier nachgelesen werden.

Wie schlägt sich Webroot SecureAnywhere im praktischen Einsatz?

Ich möchte darauf hinweisen, dass es sich hier um eine Kurzvorstellung und nicht um einen vollständigen Produkttest handelt. Aus diesem Grund habe ich zunächst die üblichen Verdächtigen getestet, wie beispielsweise die Ransomware-Samples von testmyav.com. Hier hat WSA schon mal ordentliche Ergebnisse abgeliefert, denn alle 50 Ransomware-Samples wurden erkannt und eliminiert. Auch mit mpress modifizierte Samples wurden erkannt und abgeräumt, was insofern erwähnenswert ist, weil signaturbasierte Scanner mit der Erkennung von modifizierten Samples des öfteren Probleme haben.

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Die Systemauslastung hielt sich während dem Scan der Samples in Grenzen und erreichte zu keinem Zeitpunkt einen Auslastungsgrad zwischen 50-100%, wie es bei anderen Lösungen durchaus vorkommen kann.

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Damit möchte ich es für heute gut sein lassen, mehr folgt dann in Teil 2 meiner Kurzvorstellung.